Das berichtet die Presse und schreiben Leserinnen und Leser über die Autorinnen und Autoren des Verlags und ihre Bücher:

Begeistert aufgenommen wurde die gemeinsame Lesung und Talk von Florian Meigen und Fritz von Thurn und Taxis:


Zum Artikel von Bernd Schreiber.

 


Elke Heidenreich stellt in ihrem Weihnachtsspezial mit schönster Lesefreude "Weltlexikon zwo" von Erwin Grosche und Gennadi Isaak vor.












Hier der Link zur Weihnachtssendung auf WDR 4


Und hier der Link von WDR 4 direkt zum Anhören




Über Torsten Löschmanns Buch "Ritter Joris" berichtet Andreas Babel in der Celleschen Zeitung:





 Zum Bericht online geht es hier.





50 Jahre Erwin Grosche! 50? Da hat sich jemand verrechnet. Erwin Grosche hat mehr zu bieten!  

Und so wunderbar verschwurbelt, wie es allein Moritz Jülich ausdrücken kann, war das Jubiläum von Erwin Grosche in der Paderhalle dann doch nicht. Es war ein Fest und ein Hochgenuss. Und der Auftakt zu: WELTLEXIKON ZWO, LICHT VON DIESER WELT, DAS IST NICHT SO, DAS IST GANZ ANDERS ...   



11 Freunde schreibt zu "Donnerwetter! 500 Doppelpässe am Mikro" von Florian Meigen diese beeindruckende Rezension. Wir freuen uns!


18 Jahre an der Seite von TuT - von Ulrich von Berg:





Ganz große Kleinkunst, dieses Buch ... legitimer Erbe der Kästner‘schen „Lyrischen Hausapo-
theke“


Bernhard Hubner über Erwin Grosche Weltlexikon Zwo
Illustrationen: Gennadi Isaak
Akademie der Abenteuer 2023 ⋅ 248 S. ⋅ 28.00 ⋅ 978-3-98530-130-0


"Manche halten Erwin Grosche für einen Nonsensdichter. Einen, der lustigen Unsinn schreibt und erzählt, der ansonsten keinen Hintergrund hat. Wie falsch kann man liegen! Der vorliegende, nun schon zweite Band des Weltlexikons beweist das Satz für Satz (und Bild für Bild, aber dazu komme ich noch).Unsere Welt wird zunehmend komplizierter. Das erstaunt zunächst, denn niemals vorher wusste man so viel über so vieles. Dennoch verweigern sich mehr und mehr Menschen solchem Wissen, suchen nach fragwürdigen Alternativen und behaupten ansonsten, sie verstünden diese Welt nicht mehr. Früher sagte man das auch schon, aber wenn, dann war man über 60 und galt als alt und aus der Zeit gefallen. Da schien das normal. Richtig schlimm wurde dieser Trend mit den berühmt-berüchtigten „Sozialen Medien“. Da macht es
Sinn, dass ein wirklicher Welterklärer zum guten alten analogen Buch greift, um seine Leser aufzuklären. Was liefert uns Grosche da in einem opulenten Band voller überraschender Erkenntnisse? Nennen wir es zunächst einmal „Ordnung“. Grosche sortiert seine Beiträge ganz klassisch alphabetisch, von A bis Z, erkennbar sogar im Buchschnitt als farbiges Register. Diese nicht-thematische Ordnung vermeidet Langeweile, weil es nicht ständig um das gleiche Thema geht. Nein, Grosche springt, dem Alphabet gehorchend, quer durch sämtliche Lebenssituationen und Begriffe, und er schöpft dabei tief aus dem reichen Schatz seiner Lebenserfahrung. Denn hier geht es nicht um Wissenschaft, es geht um praktischen Alltag, um den pragmatischen
Umgang mit den Widrigkeiten, die das Leben Tag für Tag bereithält.
Nun wäre der Autor nicht er selbst, geschähe dies alles auf eine ernsthaft trockene Art und Weise. Grosche liebt nun einmal praktische Erfahrungen, er liebt das Paradoxon und die satirische Verzeichnung, die es dem Leser erst erlaubt, von selbst „auf den Trichter“ zu kommen. Oft stutzt man dann beim Lesen, denkt im ersten Moment dann doch den Eingangssatz – und weiß wenig später, wieviel Wahrheit einem aus scheinbar albernen oder gar unsinnigen Sätzen entgegenleuchtet. Denn die Eindringtiefe Grosche‘scher Satzkonstrukte ist selbstregulierend: Macht sie im ersten Augenblick Spaß und unterhält, erkennt man danach den Sinngehalt,
kommt selbst ans Nachdenken und spürt, sozusagen „im Abgang“, welche Klugheit und Menschenliebe in der Tiefe verborgen ist. Es ist in gewissem Sinne ein legitimer Erbe der Kästner‘schen „Lyrischen Hausapotheke“, immer hilfreich, wenn auch manchmal beim Verschlucken leicht bitter im Geschmack. Das merken die meisten aber erst hinterher. (weiter zur Buchrezension geht's hier auf alliteratus.com)


Hier ein Interview mit Florian Meigen in der Landesschau Rheinland-Pfalz

Sein mit Fußballleben gespicktes und höchst unterhaltsames Buch: "Donnerwetter! 500 Doppelpässe am Mikro: 16 Jahre an der Seite von Kommentatoren-Legende Fritz von Thurn und Taxis" ist soeben im Verlag-Akademie-der Abenteuer erschienen.


Viel Freunde beim Reinhören - und dann beim Lesen! Es lohnt sich!


Neugierig? Zur Bestellung einfach aufs Bild klicken. Sie werden dann weitergeleitet ...






Die Jury "Liedermacher" hat Erwin Grosches und Gehard Gemkes CD "Der dünne Mann", erschienen im Verlag-Akademie-der-Abenteuer, auf die diesjährige Longlist des Preises der deutschen Schallplattenkritik gesetzt.

Wir freuen uns mit den Künstlern!

Mit einem Platz auf der Bestenliste werden vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate ausgezeichnet. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität.

NEU: Longlist 3/2023, veröffentlicht am 5. Juli 2023





Das Westfalen-Blatt berichtet: Neue CD von Erwin Grosche: Ankunft und Abschied in Paderborn.


Zum Artikel




Michael Laages empfiehlt in der Liederbestenliste vom Juni 2023 "Wenn die Sonne aufgeht" von Erwin Grosche und Gerhard Gemke von der CD "Der dünnen Mann", erschienen im Verlag-Akademie-der-Abenteuer. Danke!


Die Liederbestenliste - Die Top 20 der deutschsprachigen Liedermacher jeden Monat aktuell:


https://www.liederbestenliste.de/empfehlungen-lied/index.html





Der Jornalist Cay Dobberke berichtet im Berliner Tagesspiegel über "Mit einem Koffer voller Sehnsucht nach Berlin" von Anita Rehm:


Warum ziehen Künstler:innen aus vielen Ländern nach Berlin? Antworten auf diese Frage liefert die Autorin und ehemalige ZDF-Fernsehjournalistin Anita Rehm in ihrem neuen Buch „Mit einem Koffer voller Sehnsucht nach Berlin“. Sie porträtiert zwölf erfolgreiche Menschen aus dem Berliner Kulturleben, von denen die meisten in Charlottenburg-Wilmersdorf leben und/oder arbeiten.


Aysegül Eren

Akira Nakao

Sooki Koeppel

Dazu gehören die Bildhauerin Aysegül Eren sowie die Schauspielerin Sema Poyraz und der Schauspieler Tayfun Bademsoy aus der Türkei.

Rehm stellt auch den japanischen Maler Akira Nakao vor, der Charlottenburger Motive verwendet und ein Atelier am Horstweg besitzt.

Maghsoud Fallahi aus dem Iran zeichnet Kalligrafien und malt sein Wohnviertel im Kiez um den Klausenerplatz.

Der in Moskau geborene Maler Pavel Feinstein wohnt in Wilmersdorf. Im selben Ortsteil nutzen die koreanische Malerin Sooki Koeppel und ihr Ehemann Matthias Koeppel ehemalige Ateliers von George Grosz.

Porträtbilder von Besucher:innen des Europa Centers am Breitscheidplatz zeichnet seit 40 Jahren Hieronimus J. Ceckiewcz aus Polen.

Akira Nakao: Berlin im Bau

Sooki Koeppel: Grundstück Mahnmal

Kani Alavi: Mauerbild auf der Berliner Mauer (East Side Gallery)

Kani Alavi: Mauerbild East Side Gallery


Der wohl bekannteste Künstler im Buch ist Kani Alavi. Er gehört zu den Gründern der East Side Gallery an der einstigen Berliner Mauer in Friedrichshain.

Das Vorwort hat die ehemalige Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John geschrieben.

Bereits vor rund einem halben Jahr haben wir Anita Rehm hier im Newsletter vorgestellt.

Das Buch „Mit einem Koffer voller Sehnsucht nach Berlin“ von Anita Rehm ist im Verlag Akademie der Abenteuer erschienen und für 25 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich

(ISBN: 9783985301263)

Am Sonntag, 21. Mai, ab 17 Uhr liest die Autorin in der Galerie SMK von Sooki und Matthias Koeppel an der Wittelsbacher Straße 28 in Wilmersdorf (Eintritt frei, Anmeldung per E-Mail an anita-rehm@web.de oder unter Tel. 0173 698 80 76).


Zum Artikel




Frank Becker schreibt in den Musenblättern über die Audio CD "Der dünne Mann: Lieder von Ankunft und Abschied" von Erwin Grosche und Gerhard Gemke:


"Eine Perle deutscher Chanson- und Brettl-Kunst ..."

 

 



 

Das Westfalen-Blatt" berichtet über Erwin Grosche:


"2023 feiert Erwin Grosche sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. In der Zeit sind mehr als 100 Bücher erschienen, 50 LPs und CDs, mehr als ein halbes Dutzend Filme wie zum Beispiel „Verzeih“ zusammen mit seinen Kindern und natürlich zahlreiche Bühnenprogramme. Im Jubiläumsjahr verbindet er Neues und Altes in seinem Programm „Die Follkommenheit – wie der Vehler in die Welt kam“. (Zum Artikel)





Am 15. April April erscheint im Verlag Akademie-der-Abenteuer Erwin Grosches und Gerhard Gemkes neue CD: "Der dünne Mann"...









Elke Heidenreich hat Erwin Grosches Buch "Das ist nicht so, das ist ganz anders" und die fantastischen Bilder von Hans Christian Rüngeler sehr gelobt!


Zu Elke Heidenreichs Buchbesprechung










Felix Huby / Hartwin Gromes


Nach einer sehr erfolgreichen und mitreißenden Lesung im Clara-Zetkin-Haus, Stuttgart, ist Professor Hartwin Gromes erneut eingeladen, dort aus Felix Hubys und seinem biographischen Roman "Clara Zetkin und ihre Söhne" zu lesen!


Lesung

"Clara Zetkin und ihre Söhne"

am 21. Juni 2023

zur Veranstaltung


Am Rande von Sillenbuch direkt am Wald inmitten einer Streuobstwiese liegt das Waldheim Stuttgart, Clara Zetkin Haus. Das Waldheim ist gut erreichbar in 15 Minuten mit der U7 vom Hauptbahnhof…








Henry A. Selkirk

Verrat in London

Band 1 - Darlington Road Kids


Spannender historischer Kinderkrimi, bei dem man nebenbei einiges über das Leben und Überleben im London des Jahres 1803 erfährt (auch wenn sich der Autor, wie er selbst schreibt, einige literarische Freiheiten erlaubt hat). In diesem Band lernt der Leser die Darlington Road Kids (DaRoKi), das britische Rechts- und Gesellschaftssystem und einige Kinder- und Jugendbanden kennen. Zu den recht unterschiedlichen - sowohl was ihre Charaktere als auch ihre Lebensumstände angeht - Freunden aus der Darlington Road (allen voran das in jeder Hinsicht starke Mädchen Josefine, oder sagen wir lieber Big Joe) stößt zu Beginn des Buches noch der junge Ire Terrance, der scheinbar so einige Geheimnisse hat. Und da dies der erste Band ist, müssen sich die fünf erst einmal zusammenraufen, was nicht ganz ohne Blessuren abgeht. Bald stecken die fünf in ihrem ersten Kriminalfall und geraten dabei nicht selten in Gefahr. Denn der Diebstahl der Kaminuhr ist nur der Anfang eines Falles, der immer weitere Kreise zieht. Außerdem lernen die Kinder eine Welt abseits ihrer wohlsituierten Elternhäuser kennen, die Welt, in der die Londoner Straßenkinder (über-)leben müssen. Einige Schwachpunkte gab es allerdings für uns. So ist es etwas unglaubwürdig, daß sich die Mitglieder "ehrenwerter" Familien von einer Gruppe Kinder "vernehmen" lassen und auch noch brav ihre Angestellten Rede und Antwort stehen lassen. Außerdem hat der Autor am Anfang für uns die Wissensvermittlung etwas zu sehr in den Vordergrund treten lassen, später geschieht das deutlich unaufdringlicher. Am meisten gestört haben uns an diesem ersten Band aber die recht gestelzten und etwas unnatürlich klingenden Gespräche, vor allem zwischen den Kindern, die uns zu aufgesetzt wirkten und die Elternaktion am Ende, die vielen Lesern wohl den Spaß an dieser Geschichte etwas versauern dürfte und deutlich positiver in Szene gesetzt werden könnte. Erfreulich dagegen ist das ausführliche Glossar, in dem der Leser mehr über diverse Dinge und Personen erfährt, die in diesem Buch erwähnt werden oder eine Rolle spielen. Ingesamt - von den genannten Schwachpunkten abgesehen - ist dies für uns ein spannender und unterhaltsamer Einstieg in die Abenteuer der Darlington Road Kids, der neugierig auf die Fortsetzung(en) macht. (Zur Buchbesprechung)


Der Schatz des Gehenkten

Band 2 Darlington Road Kids


Nachdem die Leser im ersten Band die Darlington Road Kids (DaRoKi) kennengelernt haben und sich die fünf zusammengerauft haben, kann es diesmal direkt an den nächsten Fall gehen. (Das Buch kann auch problemlos gelesen werden, ohne den ersten Band zu kennen - aber es schadet auch nicht, einige Dinge aus dem ersten Buch werden weitergeführt, sind aber für die Handlung nicht wesentlich.) Im Prolog zu diesem Buch geht es zunächst allerdings zurück ins Jahr 1778 - warum erfahren die Leser nach und nach im Laufe der Geschichte. Danach nimmt dieser zweite Band die Geschichte nahtlos zu dem Zeitpunkt wieder auf, an dem sie im ersten Buch geendet hat. Allerdings läuft von diesem Punkt an so gut wie gar nichts mehr so, wie es sich Jo und ihre Freunde gedacht hatten. Statt sich zu Hause in London vergnügen zu können, werden sie von Ma Baker (die in Abwesenheit von Jos Vater das Kommando führt) kurzerhand zwangsverpflichtet als Hilfspersonal in Middleton Hall zu arbeiten, wo sie auf ein eigenwilliges Geschwisterpaar und eine Reihe weiterer undurchsichtiger Hausbewohner und -Gäste treffen. Von den höchst unfreundlichen Hausbediensteten Dexter und Dustin (die beide scheinbar etwas zu verbergen haben) ganz zu schweigen. Natürlich können die DaRoKi es nicht lassen, dem Geheimnis der verschwundenen Köchin selbst auf den Grund (und später auch in den Untergrund) zu gehen. Und schon stecken sie und die Leser mitten im nächsten Abenteuer. Diesmal ist es eine Mischung aus Schatzsuche und einer Variante der Krimis, die in englischen Landhäusern spielen, in denen eine Gruppe von Menschen von der Außenwelt abgeschlossen ist - und unter denen sich mindestens ein Schurke befindet. Und wir können schon soviel verraten: Die DaRoKi haben es auch in ihrem zweiten Fall wieder mit ziemlich üblen Schurken zu tun, und es ist gar nicht so einfach herauszufinden, wer zu den Guten oder den Fieslingen gehört. Und welche Verbindungen bestehen zwischen den gegenwärtigen Hausbewohnern und den Ereignissen vor 25 Jahren (aus dem Prolog)? Auch das kommt nach und nach ans Licht, bringt aber neue Fragen und neue Geheimnisse mit sich. Und einige Hausbewohner bleiben extrem undurchsichtig imf beonders eine von ihnen scheint enge Verbindungen zu Jos Eltern (gehabt) zu haben. Daneben wird auch deutlich, daß es noch eine Menge über Terence (seine Vergangenheit und seine Rolle bei den verschiedenen Banden) zu entdecken gibt. All das macht auch den zweiten Band wieder zu einem spannenden Abenteuer mit geheimen Gängen und Kammern und unerwarteten Wendungen, bei dem nicht nur die DaRoKi in ersthafte Gefahr geraten. Außer den bereits bekannten Personen aus dem ersten Band kommen auch einige neue hinzu, die interessant genug geschildert werden, daß sie wohl nicht nur in dieser Folge eine Rolle spielen werden - sei es als Verbündete oder Gegner. Daneben meinte der Autor diesmal eine unterschwellige Lovestory zwischen Jo und Terence einbauen zu müssen und diese dann auch noch ins extrem Dramatische oder sollten wir besser sagen Traumatische ausufern zu lassen, die ziemlich konstruiert und aufgesetzt wirkt und bald ziemlich nervig wird. Auch in diesem zweiten Band sind die Gespräche, vor allem zwischen den Kindern, recht gestelzt und klingen für uns etwas unnatürlich. Noch störender fanden wir allerdings das Stilmittel des Autoren, Teile der Handlungshintergründe durch Gedanken der beiden Hauptpersonen Jo und Terence einzubinden. Das wäre nicht so störend, wenn diese (kursiv gedruckten) "Gedankenabschnitte" sich nicht über Seiten hinwegziehen würden. Hier hätten wir uns gewünscht, daß der Autor sich an die alte Schriftstellerregel, nicht darüber zu schreiben, sondern es in die Handlung einzubinden, gehalten hätte. Wie beim ersten Buch werden in einem ausführlichen Anhang wieder einige der Personen, Geschehnisse und Begriffe (unter anderem auch die eigenwillige englische Währung), die in diesem Buch erwähnt werden oder eine Rolle spielen, näher erklärt. Am Anfang des Buches gibt es ein ausführliches Personenverzeichnis und eine recht grobe (wohl historische - aber leider ohne Jahresangabe) London-Karte. Wie der erste Band dieser Reihe ist auch dieses zweite Buch rund um die DaRoKi ein spannender historischer Kinderkrimi, bei dem man nebenbei einiges über das Leben und Überleben im London des Jahres 1803 erfährt (auch wenn sich der Autor, wie er selbst schreibt, einige literarische Freiheiten erlaubt hat). Von den genannten Schwachpunkten abgesehen ist auch dieses zweite Buch für uns ein spannendes und unterhaltsames historisches Krimiabenteuer, das neugierig auf die Fortsetzung(en) macht und ein Tip. (Zur Buchbesprechung)


Anna Tortajada

Palästina - Symphonie der Erde


Fakten statt Fakenews, Märchenbüchern und Propaganda erhält der Leser in diesem Buch, eingebunden in die fiktiven (aber vor historisch korrektem Umfeld erzählten) Geschichten zweier Kinder aus der Region und ihrer Musik - gesehen durch die Gedanken und Gefühle der beiden, eines israelischen und eines palestinensischen (allerdings gibt es keinen Ich-Erzähler). Bei beiden Hauptpersonen stehen verschiedene Familienmitglieder oder Freunde für die verschiedenen Arten, mit dem Leben in der Region umzugehen. Das Buch ist wie ein Musikstück in vier vier Sätze aufgeteilt und beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der die Leser den israelischen Jungen Arik und seine Familie kennenlernt. Aber bevor die Geschichte der beiden Familien, und damit eine Reise durch die Geschichte der Region aus unterschiedlichen Blickwinkeln, beginnt, geht es erst einmal weit zurück in die Vergangenheit, genauer gesagt bis vor ungefähr 6.000 Jahren. Doch schon da herrschten bald hinter­hältige Intrigen und triumphierte die Gier und Gewalt. Wenn die Geschichte der beiden Kinder und ihrer Familien dann beginnt, wird es schwer, jeweils mehr als ein Kapitel zu lesen, es ist unfaßbar, wie weit die skrupellose Menschenverachtung geht und in unserer Zeit noch an der Tagesordnung sein kann. Es fällt schwer zu glauben, daß die dort geschilderten Vorgänge tatsächlich Realität sein können. Die älteren Leser werden jedoch noch die Fernsehbilder im Kopf haben, die Palästina als ein lebenswertes Land mit Schulen und mit Baukränen vor neu zu errichtenden Touristen-Hotels vor blauem Himmel zeigen, die wenig später von israelischen Raketen und Bomben zerstört wurden. Bilder die zeigen, wie Schulen und Krankenhäuser geschlossen und zerstört werden und so eine Bildung der Bevölkerung so gut wie unmöglich gemacht wurde, wie die Lebensgrundlagen zerstört wurden, um die Bewohner so "anzuregen", ihre Heimat "aus eigenem Entschluß" zu verlassen. All diese Geschehnisse der jüngeren Geschichte fließen in die Gedanken der beiden Kinder ein, auch die kurze Zeit der Hoffnung auf eine menschlichere Zukunft für beide Seiten, als es unter dem israelischen Premier Yitzhak Rabin und Yasser Arafat zu Friedens­ver­hand­lungenn zwischen Israel und den Vertretern der palenstinensischen Bevölkerung kam, die auf israelischer Seite aber bald zu einem traurigen Ende gebracht wurden, dank fanatischer israelischer Gruppen, die nicht mit dem Premier übereinstimmten, daß es genug Blut und Tränen gegeben habe. All dies können die Leser aus der spezifischen Sicht der beiden jungen Hauptpersonen auch in diesem Buch wiederfinden. Die Kapitel in diesem Buch wechseln immer wieder zwischen der palestinensischen und israelischen Seite der Ge­schichte. Die Autorin differenziert dabei, zeigt, daß "die Juden" ebensowenig verallgemeinert werden können, wie andere Menschen in Schubladen gezwängt werden können. Sie unterscheidet etwa auf israelischer Seite auch zwischen den Zionisten, den Fanatikern, die größtenteils für die menschen­ver­ach­tenden Aktionen (bei denen nicht nur willkürlich Häuser, Felder, Schulen, Krankenhäuser und andere Infrastruktur zerstört, sondern auch Kinder erschossen werden, weil sie Steine gegen Panzer werfen) verantwortlich sind und Bewohnern Israels, die sich für "den Irrsinn" ihrer Regierung schämen und aktiv helfen, das Leid der palestinensischen Bevölkerung soweit es ihnen möglich ist, zu lindern. Auch das ist Realitär, denn es gibt diverse jüdische Organisationen, die sich weltweit aktiv gegen die menschen­ver­ach­tenden Aktionen der israeischen Regierungen und des Militärs engagieren, aber häufig von den Fanatikern zum Schweigen gebracht werden (teils mit Unterstützung der verschiedenen nationalen Behörden, dank der Hilfe von zielgerichteten Fehlinformationen (oder fakenews) und der "Schuld"-Karte, die für die fanatischen Zionisten noch immer weltweit beste Ergebnissse bringt). Nebenbei erfahren die Leser auch, daß das Wort Intifada eigentlich keineswegs für Krieg, Vernichtung oder Revolte steht, sondern ganz simpel bedeutet, "den Kopf hochzuhalten, sich von einer erdrückenden Last zu befreien." Der Junge auf israelischer Seite sieht sich dabei immer mehr in einem Konflikt zwischen seinen nationalistischen Freunden und dem Standpunkt seiner Eltern. ("Es gibt vieles in Israel, was man nicht laut sagen darf, mein Sohn, weil niemand es wissen will, weil das nicht gerade günstig wäre, daß man es weiß (...) Du wirst erwachsen, Arik. Und erwachsen zu werden tut manchmal weh." S. 125) Gegen Ende des Buches beginnt er, sich selbst unabhängige Informationen über den Staat zu beschaffen, in dem er lebt - weder beeinflußt vom Standpunkt seiner Eltern noch seiner Regierung. Das Ende des Buches zeigt am Beispiel der Musik, das es immer der Mut einiger weniger ist, der positive Veränderungen für das Leben vieler bringen kann. In diesem Fall einer Gruppe von jungen Musikern, die ihre Überzeugung, daß es keine militärische Lösung für den Konflikt geben kann, den beide Seiten mit sich schleppen, in gemeinsames Agieren und Musizieren umsetzen. Die zeigen, daß es ein harmonisches Miteinander geben kann. Ein Miteinander, das ihnen Anfeindungen und Drohungen einbringen wird, aber auch ein Zeichen der Hoffnung setzt. Insgesamt beschreibt dieses Buch eine Symphonie der Hoffnung in vier Sätzen (wofür die einzelnen Sätze stehen, beschreibt die Autorin ausführlich in ihrem Nachwort), eine Symphonie, die bisher leider immer noch in Moll geschrieben werden muß. Ein Buch, das besonders im zweiten Satz hart zu lesen ist, aber für uns auf jeden Fall gelesen werden sollte und daher auch ein Tip. (Zur Rezension)


Boris Pfeiffer / Stefani Kampmann - Die Unsichtbar-Affen

Großstadtkrimis für Kinder ab 8 Jahre


"In diesem ersten Band finden die drei Helden dieser Serie erst einmal auf recht ungewöhnliche Weise zueinander. Die zwei Jungen und das Mädchen kommen aus drei ziemlich verschiedenen Berliner Bezirken und treffen sich zum ersten Mal bei einer "Speedy"-Autogrammstunde im KDW. Nicht nur die Heimatbezirke, auch die drei selbst könnten wohl unterschiedlicher nicht sein. Im Laufe dieses ersten Bandes erfahren die Leser auch immer mehr über die drei. Allerdings fanden wir, daß der Vorschautext ein wenig zu viel verrät, denn das vierte Mitglied der Unsichtbar-Affen (und der einzige echte), hat erst viel später in der Geschichte seinen ersten Auftritt, der durch die Vorschau ein wenig verdorben wird. Bei der Autogrammstunde - bei der auch nicht alles so ist, wie es scheint - veranstalten die beiden Jungs jedenfalls ein ziemliches Chaos und müssen von dem "vernünftigen" Mädchen vor dem Autogrammjäger-Mob gerettet werden. Wie es dazu kommt wird natürlich nicht verraten, das sollte jede(r) selbst lesen. Nach einer kleinen Stärkung geht es dann ins Museum, zum Drachengucken. Allerdings verläuft auch dieser Museumsbesuch nicht wie geplant und wenig später haben die drei erneut Hausverbot und stecken in ihrem ersten Fall, denn irgendetwas Merkwürdiges geht in diesem Museum vor. Kann es wirklich sein, daß die Figuren aus einem Bild zu einem der Wärter sprechen und ihn in Angst und Schrecken versetzen oder geht hier etwas völlig anderes vor? Die Unsichtbaraffen beginnen, hinter das Geheimnis des sprechenden Bildes zu kommen und können am Ende vielleicht einigen Bösewichten das Handwerk legen. Für alle, die Die Akademie der Abenteuer vom selben Autoren kennen, ist diese Reihe deutlich für jüngere Leser geschrieben und deutlich simpler, für die älteren Leser wird zudem einiges kaum glaubwürdig und eher märchenhaft erscheinen. Für die jüngeren Leser ist dieser erste Band ist auf jeden Fall phantasievoll, unterhaltsam und spannend - und voller Dschinns (zumindest, was Agan angeht). Wir sind schon gespannt auf den zweiten Band." Zur Buchbesprechung


"Dieser zweite Band hat uns noch etwas besser gefallen als der erste. Das Wiederlesen mit den drei Unsichtbar-Affen (samt Goffi, dem einen sehr sichtbaren und echten Affen) war unterhaltsam, geheimnisvoll und spannend. Auch diesmal sieht Agan natürlich überall Dschinns, die lauern. Aber erst einmal kommt er zu spät zu einem Treffen mit den anderen beiden, weil seine U-Bahn plötzlich "abgebogen" war. Etwas, was sie normalerweise nicht tut. Die beiden anderen sind zunächst skeptisch, vermuten eher eine der üblichen Agan-Dschinn-Geschichten, aber nachdem er geschworen hat, die Wahrheit zu sagen, beginnen die Drei dem Geheimnis der nicht existierenden U-Bahnstrecke auf den (Unter-)Grund zu gehen. Und finden sich wenig später genau dort wieder, wo es doch gar keine U-Bahn-Strecke gibt. Und sie kommen einer Gruppe von Dieben auf die Gleise, ähem, Spur, die im Nebel auftaucht und wieder verschwindet, nachdem sie eine merkwürdige Sammlung von Dingen aus den verschiedenen Schaufenstern geklaut hat. Dabei treffen sie auch auf zwei merkwürdige Gestalten: den "schönen Christian" und seinen "Sidekick" Schmudo. Und sie erfahren, daß es vielleicht, nicht so ratsam ist, zu später Stunde Schularbeiten in Berlins Untergrund zu machen. (Andererseits bringt das für Addi ein unerwartetes, höchst erfreuliches Ergebnis ... und eine Einladung zum Essen.) Achja, und zusammen mit den Lesern erfahren sie so nebenbei, was ein Schmierzug und eine Betriebsfahrt sind. Am Ende darf Agans Schwester den Fall dann wieder aufklären (mit leichter Hilfe der Presse, die ihrerseits gewisse Einflüsterungen erhält). Neben dem Kriminalfall - für den der Autor sich etwas ganz Spezielles hat einfallen lassen - können die Leser auch wieder den einen oder anderen Blick auf seine Heimatstadt Berlin werfen. In diesem zweiten Band ganz besonders auch auf den Untergrund und die Geheimnisse von unschuldig aussehenden Litfaßsäulen. Für alle, die Die Akademie der Abenteuer vom selben Autoren kennen, ist diese Reihe deutlich für jüngere Leser geschrieben und wesentlich simpler gestrickt. Insgesamt ist diese Folge wie der erste Band eine gut lesbare, spannende Geschichte, die, was uns betrifft, auch gerne etwas großzügiger hätte bebildert sein können. Trotzdem auf jeden Fall ein Tip." Zur Buchbesprechung


Anne Jaspersen - Lula hebt ab


"Das Buch wirkt so harmlos und auch die Kurzbeschreibung läßt nicht ahnen, wie abenteuerlich, magisch und unterhaltsam diese Lesereise werden wird. Es beginnt auch ganz harmlos mit einem Rätsel. Doch mit der Lösung des Rätsels (und vor allem wer dieses Rätsel stellt) beginnt bereits der magische Teil dieses Buches, der Lula und ihr Lieblingsstofftier (das es wie wir später sehen werden, auch in sich hat) in eine andere, magische Welt führt, die ein klein wenig anders ist als unsere. Auch die Gäste verändern sich ein wenig und Lula hebt in mehr als einem Sinne gehörig ab. Sie trifft neben vielen anderen eigenwilligen Bewohnern dieser Welt auch Adi, einen quirligen (nicht dämlichen) Affen oder auch den recht abfälligen Mr. Schlonz und erweist einem kleinen Hasen namens Florian (den alle nur Flo nennen und der sich nichts mehr wünscht als RESPEKT) einen Bärendienst. Mehr wollen wir nicht verraten, denn diese Lesereise ist viel zu phantasievoll - wobei Lula es allerdings auch mit Problemen zu tun hat, die es auch in unserer Welt gibt. Neben der phantastischen Geschichte ist das Buch auch noch zu den Geschehnissen im Text passend gestaltet (abgesehen von den ohnehin witzigen und Lulas Abenteuer abrundenden farbigen Zeichnungen). so wird der Text umgehend weiß auf schwarzem Grund, wenn Lula eine dunkle Höhle betritt. Insgesamt ist dies eine spannende, unterhaltsame, gut lesbare Geschichte für junge Leser (an der sicher auch ältere (Vor-)Leser ihren Lesespaß haben werden) und für uns auf jeden Fall ein Tip." Zur Buchbesprechung


Boris Pfeiffer - One night stand

Jugendroman


"Es beginnt eigentlich ganz harmlos und normal: Ein Junge (Art) ist sauer darüber, daß seine Freundin ihn nicht mit zu einer Party nehmen will (weil zu dieser nur weibliche Wesen zugelassen sind). Trotzig taucht er trotzdem auf und erlebt einen ungewöhnlichen Abend, der in einer noch ungewöhnlicheren Nacht endet, über die die Leser erst nach und nach mehr erfahren. Nach dieser Nacht ist für die beiden Hauptpersonen (erst einmal) nichts mehr so wie es war. Während der Junge befürchtet sich mit AIDS infiziert zu haben (aber den Test erst nach einiger Zeit machen kann) und sich von seiner Freundin zurückzieht, um sie nicht anzustecken, falls er positiv sein sollt, versteht dasMädchen nicht, warum sich ihr Freund so merkwürdig verhält und sich von ihr zurückzieht. Die Geschichte wird nach der entscheidenden Nacht auch abwechselnd aus den Perspektiven der beiden (jeweils in Ich-Form und mit ihren Gedanken und Ängsten) erzählt. Dabei erleben die Leser mit, wie Art sich verzweifelt bemüht, immer das Richtige zu tun und dabei teils scheitert, teils ein ziemliches Chaos erzeugt. Daneben spielen in der Geschichte noch weitere Personen wie eine Ärztin, die Freunde des Jungen und vor allem einen durch Vererbung an AIDS erkrankten Jungen eine wichtige Rolle. Letzterer macht den Lesern deutlich, wie stark, verletzend (und lebensbedrohend) auch heute noch die Ausgrenzung (vorsichtig ausgedrückt) von HIV-Positven ist. Und daran hat sich seit dem ersten Erscheinen dieses Buches 2008 leider nicht viel geändert. Neben der komplizierter werdenden Liebesgeschichte vermittelt das Buch auch wichtige Informationen im Zusammenhang mit HIV und AIDS und kann so auch falsche Vorstellungen in den Köpfen der Leser korrigieren. Ein gut lesbare und absolut lesenswerte Mischung aus verzwickter Liebesgeschichte und unaufdringlich eingebundenen Informationen rund um das Thema Umgang mit HIV - sowohl als Betroffene als auch als Außenstehende - und räumt so bei den Lesern auch mit ebenso weit verbreiteten wie unzutreffenden Vorurteilen auf. Und nicht zuletzt kommt trotz der teilweise traurigen und dramatischen Geschehnisse (dies ohne wirklich kitschig zu werden) auch der Humor nicht zu kurz. Für uns ein Tip."
Zur Resenzion


Danke für diese Notiz von Melina Wießler, der Leiterin des Stadtmuseums Nürtingen


Lieber Herr Pfeiffer!

Hin und wieder blättere ich in dem Gravitationen-Band, und just haben die »frühlingsverfolgten Buchstabenschwalben« mich erinnert an die Schwalben Hölderlins: »Denn sagen hört' ich / Noch heut in den Lüften: / Frei sei'n, wie Schwalben, die Dichter.« (Dagmara Kraus hat eben diese Schwalben in ihrer eigenen Sprachgrenzen sprengenden Weise verwandelt in zweiflüglige, zickzack-fliegende l’hirondelles, leider habe ich die zugehörige Publikation zum Zitieren nicht zur Hand.)

Mit herzlichem Dank + Gruß
Melina Wießler



BRUSTWARZENHELLER FALL
zerschleudert Rechte und Unrechte
in der Aufprallschmiegung
an wortkluftgewandte
Fenster der Wahrnehmung
Glasfeuer der Isolationsmitte
Teppichmitte
Zimmermitte
Zitate
der Erneuerung
schwacher Sinne
Leben für Straße für Haus für Klingel
für Klingel für Haus für Straße für Leben
Die frühlingsverfolgten Buchstabenschwalben
bejubeln
entkornte Weiten
bewunderte Existenz
sowenig wie die Untreue der Menschen
gegen die Schönheit





Der WDR 4 Buchtipp gibt jede Woche eine Empfehlung für lesenswerte Bücher, gute Schmöker, Kinderbücher und mehr ... Dazu kommt Buchexpertin Elke Heidenreich ins Studio und bringt Bücher mit, die sie speziell für WDR 4 ausgesucht hat.


Am 8.1.2023 besprach Elke Heidenreich den Band "Das ist nicht so, das ist ganz anders" von Erwin Grosche und Hans Christian Rüngeler.  


Hier geht es zum Podcast






Link kopieren: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr4/wdr4-buecher/wdr4-buecher-100.htm



Der Gedicht- und Bildband "Mandeln und Rosinen" von Nasrin Siege und Maryam Andaz findet eine  positive Kritik im  Newsletter 2022/2 des PEN (Seite 41)


Auszug der Kritik von Utz Rachowski:


"Das Buch hat das schöne Motto Sehnsucht ist die Schwester der Fantasie – äußerst zutreffend für diesen 2022 erschienenen Gedichtband der kleinen Form. Darin stellt Nasrin Siege auf mehr als 120 Seiten kurze lebensnah gesammelte Texte vor, Sprüche möchte man sagen, die wie winzige Blitze Alltagssituationen und nachgedachte Er-Kenntnisse mitteilen. Dies – das ganze Buch – kongenial eingesäumt von den wunderschönen Illustrationen von Maryam Andaz, geboren in Teheran, 38 Jahre nach Nasrin Siege. Während Maryam Andaz 2016 nach Deutschland kam, wuchs Nasrin Siege bereits als Kind hier auf, studierte, lebte und wirkte viele Jahre in Afrika.
Mit diesem Buch liegt jetzt ein sehr überzeugendes und fruchtbringendes Ergebnis schöpferischen Zusammenwirkens beider Künstlerinnen vor. Die kleinen Alltags-Bonmots der Gedichte und Sprüche überraschen und treffen den Leser auch mit Witz bei aller ausgelösten Nachdenklichkeit."


 

 




Nasrin Siege, Freundin und Autorin des Verlags Akademie-der-Abenteuer ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.







Ganz, ganz herzlichen Glückwunsch, liebe Nasrin!

Schreib weiter und verknüpfe mit deinem guten Geist die Menschen.


https://staatskanzlei.hessen.de/presse/jahrzehntelanges-engagement-mit-verdienstkreuz-gewuerdigt   


 



Das digitale deutsche Frauenarchiv zu Clara Zetkin stellt auch das Buch von Huby und Gromes in die Literaturliste. Durchaus ein liebenswerter Achtungserfolg. Vor allem aber nimmt das feministische Blatt "Wir Frauen" bezug auf die romanhafte Biografie. Dort schreibt Florence Hervé unter der Überschrift: „Eine der Wagemutigen und Wegbereiterinnen. Anmerkungen zu Clara Zetkins’ Rezeption am Rande ihres 165. Geburtstags": "Zunehmend junge Frauen begehen den von Zetkin initiierten internationalen Frauentag, allen Unkenrufen von Alice Schwarzer zum Trotz Und im letzten Jahr erschienen gleich zwei neue Zetkin-Biografien. Eine junge Autorin entdeckte die Aktualität der „roten Emanze“ und zeigte sich von Zetkins feministischer Vision beeindruckt, die Emanzipation für die ganze Gesellschaft zum Ziel hat. (...) Ein Krimiautor schrieb einen Roman über Zetkin und ihre Söhne, übernahm dabei die strittige Behauptung, Zetkin sei eine bürgerliche Frau gewesen – das zentrale Zetkin-Friedensthema wurde nur am Rande erwähnt. Ein Zetkin-Krimi wäre vielleicht spannender gewesen? Ihre bewegte Lebensgeschichte, ihre klandestinen politischen Reisen, die Vergiftung ihrer Hunde, der Versuch, einen Anschlag auf sie zu verüben, und die Drohungen, sie zu verprügeln, sowie die Ermordung ihrer besten Freundin hatten guten Stoff dazu geliefert!"

Danke Frau Hervé, zumal (Zitat): "Die meisten großen und Mainstream-Zeitungen in Deutschland schwiegen die neuen Zetkin-Bücher tot."


Zum ganzen Artikel von Florence Hervé in Wir Frauen.




Clara Zetkin und ihre Söhne: Der vorsichtige Versuch, Clara Zetkins Leben als Roman zu erzählen

Von Ralf Julke 

Leipzig kommt auch drin vor, könnte man meinen. Aber Leipzig und Clara Zetkin verbindet viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht oder mit dem großen Park im Herzen der Stadt verbindet, der seit 1955 den Namen Clara Zetkins trägt. Denn in Leipzig wurde Clara Eißner erst zu jener Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin, als die sie in die Geschichte einging.
Hier lernte sie den im Exil lebenden Ossip Zetkin kennen, Mitglied der russischen Narodniki-Bewegung, der vor der zaristischen Polizei ins Ausland fliehen musste. Eigentlich war er sogar Ukrainer, Spross einer begüterten Familie aus Odessa, der freilich auf allen Reichtum verzichtete und sich lieber mit kümmerlichen Einkommen durchschlug.
In Leipzig zum Beispiel als Tischler. Beide lernten sich in der Zeit des Bismarckschen Sozialistengesetzes kennen, zu einer Zeit, zu der Clara Zetkin auch längst Bekanntschaft mit Auguste Schmidt gemacht hatte, einer der führenden Vertreterinnen der deutschen Frauenbewegung.
In ihrem Lehrerinnenseminar hatte Clara einen Platz bekommen und arbeitete später auch kurz als Lehrerin, bevor sie sich für den Rest ihres Lebens völlig der politischen Arbeit widmete und mit Ossip erst einmal nach Paris ging. Sie nahm zwar seinen Nachnamen an, geheiratet haben die beiden aber nie.
In Paris wurden die beiden Söhne Maxim und Kostja geboren. In Paris aber starb auch Ossip, durch sein Leben in Armut körperlich völlig geschwächt. 1886 kam Clara noch einmal kurz nach Leipzig zurück, bevor sie für die Arbeit an der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ nach Stuttgart ging.

Wenn authentische Erinnerungen fehlen

Felix Huby und Hartwin Gromes lassen sie bei der Gelegenheit auf dem Leipziger Hauptbahnhof von versammelten Arbeitern bejubeln, denn längst war sie in der linken Arbeiterbewegung berühmt, war mit Friedrich Engels, Karl Kautsky und August Bebel bekannt.
Passiert ist das so ganz bestimmt nicht, schon weil es den Hauptbahnhof damals noch gar nicht gab. Auch den Tischler Mosermann, wo die beiden Autoren Ossip Zetkin unterkommen lassen, sucht man in den Adressbüchern der Zeit vergeblich. Es sieht ganz so aus, als würden die existierenden Biografien zu Clara Zetkin hier nicht weiterführen. Wahrscheinlich fehlt die direkte Forschung in Leipzig noch. Denn ihre Lebenserinnerungen hat Clara Zetkin selbst nie geschrieben. Da wäre vielleicht all das Persönliche sichtbar geworden, das in den vielen parteilichen Schriften, die sie zeitlebens verfasst hat, nicht vorkommt.
Schriften, aus denen die beiden Autoren immer wieder zitieren, sodass die Leser dieser Romanbiografie, die auch die späteren Schicksale von Claras Söhnen (und Schwiegertöchtern) umfasst, zumindest ein Gefühl dafür kriegen, wie hart und wortgewaltig der politische Streit damals ausgetragen wurde. Auch mit welchen Träumen und Illusionen. Man mag ja die heutige SPD kaum noch daran erinnern, mit welchem revolutionären Pathos sie damals gegen das Kaiserreich, die Ausbeutung und den Krieg kämpfte und wie sie noch bis in die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg tatsächlich die Weltrevolution und den Systemwechsel in Deutschland forderte.
Dass die stärkste Fraktion im Reichstag dann so schnell einknicken würde, als es um die Kriegskredite für Wilhelm II. ging, das hatte auch eine Clara Zetkin nicht erwartet. Und sie war nicht die einzige, die das als Verrat empfand.
Gerade in dieser Zeit ist ihr Leben aufs Engste verflochten mit dem von Rosa Luxemburg, der anderen großen Frau der linken Arbeiterbewegung, die dann aber die kaiserlichen Behörden vorsorglich in Festungshaft nahmen, genauso wie Karl Liebknecht, weil sie die Beharrlichkeit, mit der die beiden gegen den Krieg agitierten, tatsächlich für gefährlich hielten ...


Weiter zur Rezension in der Leipziger Zeitung





Das Bielefelder Magazin für Stadtmenschen berichtet im Juli über Erwin Grosche / Hans Christian Rüngeler "Das ist nicht so, das ist ganz anders":


Das ist nicht so, das ist ganz anders
Gedichte und Geschichten für Kinder
Akademie der Abenteuer 2022 ⋅ 202 S. ⋅ 24.80 ⋅ ab 6
978-3-98530-108-9

Als ich, vor vielen Jahren (nächstes Jahr hat er 50-jähriges Bühnenjubiläum!), Erwin Grosche zum ersten Mal im TV sah, fühlte ich mich erinnert an Astrid Lindgrens Karlsson vom Dach. Nicht dass er einen Propeller auf dem Rücken gehabt hätte. Aber er schien mir die
Verkörperung des „Ich bin ein schöner und grundgescheiter und gerade richtig dicker Mann in meinen besten Jahren“, dem ich allerdings durchaus zutraute, auch mal durch die Lüfte zu fliegen. Damals sah ich ihn als Kabarettist für Erwachsene, war aber von meiner eigenen Einschätzung irritiert. Später las ich dann die ersten Kindergedichte von ihm – und nun passte alles. Grosche, das zeigt auch sein neues Buch, ist ein Kind geblieben, ein ungeheuer kluges und wortgewaltiges Kind, mit erstaunlichen Einsichten, aber dennoch ein Kind.
Dass unsere erwachsenen Eindrücke von der Welt Irrtümer sind, beherrscht durchgängig sein Werk. Alles ist – eigentlich – ganz anders. Das beginnt mit dem Inhaltsverzeichnis dieses Buches: 6 Kapitel befassen sich mit der Welt, Erfindungen, Tag, noch einmal Erfindungen, noch einmal Welt und Geräuschegedichte, ordnungsgemäß mit den Buchstaben A bis F versehen. Dann folgen Quatschgedichte – und dieses Kapitel trägt die Letter Q. Es geht aber auch nicht so sehr um die bekannten Realitäten, den Kern dieses Buches bildet der Weltenlauscher, ein Alter Ego des Herrn Grosche, wie das erste Bild verrät. Dieser Weltenlauscher ist kein irgendwie gearteter Aktivist, sondern Beobachter. Allerdings einer von der Art, die hinter das Sichtbare schaut – wo wir Großen nichts mehr erkennen. Er aber findet Zusammenhänge und Wege, wie sie nur Kindern offenstehen – und manchmal Tieren. Glaubt der Hahn nicht auch, dass die Sonne am Morgen aufgeht, weil er gekräht hat?
Grosche gelingt es, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen: Er versteckt sich, wie sie, hinter einer postkartengroßen Versteckkarte, erzeugt an heißen Tagen Wind mit einer fächelnden Windkarte oder signalisiert mit dem Platznehmen auf einem Schmusestuhl, wonach ihm der Sinn steht. Er nimmt die Dinge wichtig, die den jeweiligen Augenblick bestimmen, nicht die, die das „Wichtig“-Etikett tragen.
Grosche, der Weltenlauscher und die Kinder, sie leben nicht gestern und nicht morgen, sie leben jetzt, in dieser Minute. Darüber könnte man schreiben, wie ich es hier tue, doch das ist eigentlich unpassend. Denn Grosche macht sprachliche Musik daraus: Er reimt, dass es eine Lust ist, sich den Wort-Rhythmen hinzugeben, er wiederholt, bis sich die sprachliche Figur fest ins Gehirn verankert hat, er kann aber genauso in einer Kürzestgeschichte eine Stimmung erzeugen, wie es sonst nur japanische Haikus können. Überhaupt gibt es Parallelen zur japanischen Kultur: Die Konzentration auf ein winziges, aber perfektes Detail, die Präzision scheinbar nebensächlicher Bemerkungen, die Ehrfurcht und die Liebe zum Leben.
Jeder Text von Erwin Grosche zaubert Bilder vor unsere Fantasie, zumindest bei denen von uns, die sie noch nicht verloren haben. Uns allen aber wird hier zusätzliches optisches „Futter“ verabreicht, denn Hans Christian Rüngeler zeigt auf jeder Aufschlagseite, was ihm dazu einfiel. Das sind keine Illustrationen im landläufigen Sinn, keine Abbildungen, die Beschriebenes visualisieren. Es sind imaginäre Welten für sich, Träume, wie sie im Halbschlaf erscheinen, hier aber als virtuelle Schlaglichter und Landkarten der Seele. Meistens sind es Farbholzschnitte, selten Linolschnitte und digitale Collagen. Viel aufwändiger kann man Bilder nicht herstellen, aber es ist auf jeder Seite von Neuem den Aufwand wert.

Kindern werden diese Bilder in ihrer Pracht, Farbigkeit und mit den kleinen „Widerhaken“-De-
tails einfach wunderbar gefallen. Erwachsene Betrachter finden ein zusätzliches Vergnügen an den zahlreichen Zitaten berühmter anderer Künstler, die geschickt integriert wurden: Da finden sich Anklänge an Magritte, Picasso, Hokusai oder M.C.Escher und andere. Und wenn das noch nicht reicht, sind in die Texte auch noch Aufforderungen zu eigenem Tun, kleinen Sportübungen oder Tipps für Krisensituationen eingearbeitet. Zusammengefasst: Eine Wundertüte ist dieses Buch, das bei jedem Blick Neues, Verborgenes, Andersartiges offenbart, mehr, als man beschreiben kann. Respekt, lieberErwin Grosche, wieder mal ein Kleinod.
 

www.alliteratus.com
www.facebook.com/alliteratus ⋅ https://twitter.com/alliteratus
Bernhard Hubner ⋅ November 22 ⋅ 2 | Seite

Zur Quelle auf Alliteratus



"Schon das Cover fängt ein, was so reizvoll an Erwin Grosches Gedichten und Geschichten ist: Er hat sich den kindlichen Blick dafür bewahrt, dass das, was wir zu sehen meinen, sich vielleicht als etwas ganz Anderes entpuppt. Thront vorn auf dem Einband scheinbar ein Froschkönig, sitzt auf der Rückseite ein grün gekleideter Mann im Yogasitz. „Das ist nicht so, das ist ganz anders“: Diese poetische Möglichkeit zieht sich durch die Texte und die wunderbaren Zeichnungen von Hans Christian Rüngeler. Ein Buch, das Kindern und Erwachsenen ganz einfach Lust macht, die Welt mit anderen Augen zu betrachten. (S.G.)"



https://www.mein-bielefelder.de/buecher/buecher-im-juli-2/



Fritz Fassbinder und Kurzi Shortriver im Verlag Akademie-der-Abenteuer:



Fritz Fassbinder

4-Pfoten-COP Rocky und ich -

Mit Mathe Gangster jagen


Taschenbuch
182 Seiten
ISBN-13: 9783985300945
Sprache: Deutsch

Mit vielen Illustrationen von Kurzi Shortriver









Stimmen zum Buch:


Boys & Books – Empfehlungen zur Leseförderung
„Ein spannendes Krimi-Leseabenteuer über eine ganz besondere Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Und der Leser erfährt nebenher, wie nützlich Mathe sein kann.“


Goethe Institut
„Zwei Freunde ermitteln in einem ausgesprochen brenzligen Fall – allerdings ist einer der beiden Freunde diesmal ein ausgemusterter Polizeihund. Abwechselnd erzählen Rocky und Felix von ihrer Begegnung mit den Gangstern, von einer Entführung und davon, dass Mathe ab und an doch zu etwas gut sein kann.“


Borromäusverein e.V.
„Es macht viel Spaß, die Abenteuer der zwei ungleichen Freunde zu verfolgen, die abwechselnd von ihren aufregenden Erlebnissen berichten. Und weil auch der Humor durch die vielen lustigen Missverständnisse zwischen Mensch und Hund nie zu kurz kommt, ist das locker geschriebene Buch die perfekte Lektüre auch für etwas lesefaule Jungs.“


Jury ‘Bad Iburger Kinderliteraturpreis‘
„Das Buch ist absolut superspannend geschrieben.“


Kilifü, Almanach der Kinderliteratur
„Unglaublich packend!“


Südtiroler Kulturinstitut, JUKUBUZ-LESE-Fährte
„Abwechselnd aus den Perspektiven der zwei Helden erzählt, tauchen wir in eine aufregende Krimigeschichte ein und werden Teil einer liebevollen Freundschaft, wie sie nur zwischen Mensch und Tier existieren kann.“


Basler Biechergugge
„Ein Buch voller Humor und Selbstironie für Jungs und Mädchen, Hundeliebhaber und Verfolgungsjagden interessierte Leser mit Tiefgang.“


Lesungen mit dem Autor erfragen Sie bitte über den Friedrich-Bödecker-Kreis oder von dort über den Autor persönlich.





Die Musenblätter - das unabhängige Kulturmagazin - zeichnen in ihren Literaturrezensionen Erwin Grosches & Hans Christian Rüngelers "Das ist nicht so, das ist ganz anders" mit dem Musenkuß aus:


EIN GENIESTREICH IN TEXT UND BILD


"Eine literarisch-künstlerische Kostbarkeit, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet, wobei ich annehme, dass kluge Erwachsene noch mehr vom Hintergründigen dieses excellenten Bandes profitieren" (Frank Becker)


Hinein in die Musenblätter













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Rezension zu Metim Kirimtay

Hamiyet, wo bleibt mein Küsschen? / Hamiyet hani bana öpücük!!


Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben

Ein ganz wunderbares kleines Buch ! Der Autor beschreibt Szenen seines Lebens, denen auch schwierige Momente zugrunde liegen, auf eine erfrischend lebensbejahende und humorvolle Art.
Was das Buch besonders macht, ist, dass es in Kiezdeutsch verfasst ist, d.h. dass der Autor - in den 70er Jahren zum Studium aus der Türkei nach Deutschland gekommen - seine Geschichte unverfälscht in seinem ganz eigenen Deutsch erzählt. Man hat das Gefühl, als sässe man ihm gegenüber.
Absolut lesenswert !

Zur Rezension: Hamiyet, wo bleibt mein Küsschen? / Hamiyet hani bana öpücük!!



Rezension zu Aiga Rasch - Im Schatten des Ruhms
Herausgegeben von Matthias Bogucki

Liebevoll gestalteter und informationsreicher Bildband zum vielseitigen Schaffen der Aiga Rasch jenseits der bekannten "Die drei ???"-Cover.
Ein Muss für alle "Die drei ???"-Fans und Liebhaber der Kinderbuchliteratur, vor allem auch für diejenigen, die mit Aiga Raschs Zeichnungen (bewusst oder unbewusst) aufgewachsen sind. Vieles erinnert einen an früher...
Spannende Texte von Freunden und Weggefährten geben tiefen Einblick in ihr Leben und ihr Werk. Schön, lesenswert und interessant - absolute Kaufempfehlung!



Rezensionen zu Entführt

von Anita Rehm

Spannung in Nachkriegsjahren


Schon mit den ersten Worten, der Liedzeile Heile heile Gänsje, zieht mich die Autorin in das schmale Buch (182 Seiten) und fesselt mich bis ans Ende. In knapper, klarer Sprache erzählt Rehm in ihrem Debutroman die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens, welches in den Wirren der Nachkriegszeit entführt wird. In einem Mix aus Realität und Fiktion werden auch wir entführt in die schwierige Nachkriegszeit. Wir erfahren viel von den Schicksalen und Lebensumständen der Menschen in dieser Zeit.

Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise in die frühe Nachkriegszeit. Es beschreibt die eigentümliche Normalität des alltäglichen Lebens in einem zwar zerstörten, nun aber friedvollem Lebensumfeld. Dazu gehören Gespräche unter Nachbarn zu NS-Verbrechen in der näheren Umgebung, von denen dann in späteren Jahren niemand mehr etwas gewusst haben will.
Die eigentliche Story ist eingebettet in diese Zeit des Übergangs zu einem Neuanfang, dem Aufbau der öffentlichen Verwaltung sowie der Arbeit verschiedener US-amerikanischer Institutionen im besetzten Deutschland. Fesselnd ist beschrieben, wie es dem verantwortlichen Kommissar durch Umsicht und Beharrlichkeit gelingt, den tragischen, tatsachenbasierten Fall zu lösen. Und nicht weniger spannend ist zu lesen, über welche unglaublichen Wirrungen und Handlungen schließlich zusammenfindet was zusammengehört.
So erhält der Leser anhand eines bestürzenden Einzelschicksals einen Einblick in die Widrigkeiten der Nachkriegszeit, die hier durch die Beherztheit und das Zusammenstehen aller Beteiligten überwindbar wurden. Ein Buch, das bis zum Schluss nicht aus der Hand gelegt sein will.


Zu den Rezensionen: "Anita Rehm - Entführt"




Rezension zu Andy Siege
Love People


A beautiful story!

I was captured by this story and style of writing from the first sentences on. Andy Siege brought a beautiful story about love, humanity, gender, sexuality and mental health to paper. Charly and Dimitry’s love for each other and their exceptional story feels so real and the reader relates strongly to both, true and human characters. The light style of writing makes this story very enjoyable to read. I highly recommend this book.


Zur Rezension: Andy Siege - Love people




Rezension zu "Clara Zetkin und ihre Söhne"
von Hartwin Gromes und Felix Huby


Starke Frau

Das Duo Felix Huby und Hartwin Gromes, das in romanhafter Form schon einige Figuren der Geschichte, vor allem schwäbischer Provenienz, erfolgreich zum Leben erweckt hat, ist an eine starke Frau geraten: Clara Zetkin. Spartakistin, Kommunistin, Friedensaktivistin, Kämpferin für Frauenrechte, zeitweilig Alterspräsidentin des Deutschen Reichstags, von Lenin geschätzt, in Moskau hoch verehrt.
Huby und Gromes gelingt es, ein Bild dieser Frau zu entwerfen, ihres politischen Weges, ihrer Unbedingtheit, ihrem Rigorismus und der Linientreue zu kommunistischen Partei. Aber wir lernen auch eine andere Clara Zetkin kennen, ihre Ehe, ihre Krankheiten, private Schicksalsschläge, die Liebe zu den beiden Söhnen Maxim und Kostja.
Und Schwäbisches gibt es natürlich auch: hat sie doch mit ihrem 24 Jahre jüngeren Ehemann, dem Maler Friedrich Zundel in Stuttgart-Sillenbuch gewohnt, hat Robert Bosch kennengelernt, dessen Tochter Paula ihr schließlich den Ehemann ausgespannt hat. Kommunistische Internationale und schwäbische Welt im Winkel-gehen zusammen.
Wie schon bei den vorangegangenen Büchern besticht auch diese Romanbiografie durch akribische Recherche und lebhafte Anschaulichkeit. So werden auch spröde Frauen „nahbar“. Starke Empfehlung!


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RESONANZEN - Kultur in Ostwestfalen-Lippe über

Gudrun Wiebkes  "Kommissar Traudich und das Schweigen des Stoppelfelds":


Vom Zusammenleben mit uns selbst

Antje Doßmann

Vom Wunsch anzukommen – anzukommen bei anderen, anzukommen bei sich selbst – handeln auch zwei Bücher, die von Autorinnen der Region jüngst veröffentlicht wurden. “Kommissar Traudich  & das Schweigen des Stoppelfeldes” von Gudrun Wiebke und das “Buch der Tagträume” von Erica Natale. Auf den ersten Blick zwei sehr unterschiedliche Publikationen. Schaut man jedoch genauer hin, gibt es Ähnlichkeiten zu entdecken, die vor allem etwas mit der psychischen Verfassung der beiden jeweiligen Protagonisten zu tun haben. mit ihrer Feinfühligkeit und gelegentlichen Ratlosigkeit angesichts einer kaltherzigen Welt, und genau hier zeigt sich auch die Parallele zum Leitmotiv der Literaturtage. Im Großen wie im Kleineren ringen Schreibende um Obdach, Behausung, einen Platz in der Welt. Es ist natürlich auch eine Frage unserer Zeit.

“Was sollte nur aus mir werden?” – eine Frage, die bei Natale einmal gestellt wird – könnte auch bei Gudrun Wiebke auftauchen. Denn der von ihr erdachte (Anti)-Held  Ernst-August Traudich,  der auf der Nordsee-Halbinsel Eiderstedt ermittelt, ist alles andere als ein selbst- und siegessicherer Typ. Die schon ein wenig zurückliegende, aber sich für den traurigen Traudich noch sehr frisch anfühlende Trennung  von seiner Lebensgefährtin nimmt Einfluss nicht nur auf seine seelische Grundstimmung, sondern auch sein berufliches Leben samt folgenschwerer Entscheidungen.

In dieser Lebensphase treffen wir den Nordfriesen, der sich hin und wieder einen Magenbitter zu viel genehmigt, beim Polizeidienst an und folgen ihm lesend gerne bei der kleinteiligen Ermittlungsarbeit  auf der halben, zwischen Husum und Büsum liegenden Insel Eiderstedt, die bekannt ist durch das Städtchen St. Peter Ording. Wir begleiten ihn vor allem deshalb gerne, weil Traudich einen guten Charakter hat und ihn unter keinen Umständen verrät, was nicht heißt, dass er keine Fehler macht.

Er ist ein wenig störrisch, dieser mit einem Namen, der zu Hohn und Spott geradezu einlädt, geschlagene Beamte, sein Herz ist wund, und in der Disziplin des Umarmens und Kommunizierens ist er auch nicht gerade ein Meister aller Klassen. Und dennoch oder gerade deshalb mag man den Norddeutschen schnell. Gudrun Wiebke, verschiedentlich ausgezeichnete Mitgliedsfrau der “Mörderischen Schwestern”, versammelt fünf lose miteinander verbundene und mit souveränem Federschwung notierte Episoden aus dem Leben des Ernst-August Traudich in diesem Band. Ihre Zuneigung zum strauchelnden, dennoch aufrecht bleibenden Protagonisten und auch für die Gegend, in der sie das Geschehen ansiedelt, machen den Charme des Buches aus. Sicherlich hat die in Detmold lebende Autorin  mit “Kommissar Traudich & das Schweigen des Stoppelfeldes” das Krimi-Genre nicht neu erfunden. Aber sie mixt aus klassischen Zutaten einen herben Cocktail, der Krimi-Fans gut schmecken wird.


https://resonanzen-owl.de/2021/08/24/owliterarisches/


Diese Kriminalerzählungen sind völlig anders als das, was üblicherweise zu finden ist. Und genau das gefällt mir. Abseits vom Mainstream. Ernst August Traudich, Kommissar auf Eiderstedt, Nordfriesland ist ein gemütlicher Typ, mag es nicht, wenn man ihn treibt, etwas das seinem Alter nicht entgegenkommt und schon gar nicht seiner nordischen Dorfmentalität. Er wohnt allein in der geerbten Barke seiner Eltern auf der Halbinsel zwischen Hüsum und Büsum. Seine Frau hat ihn verlassen, etwas, das er in sich trägt, was ihm zu schaffen macht. Die Weite des Marschlandes ist ihm bei seinen Spaziergängen Begleiter und Berater zugleich.


Zur Rezension



Henry A. Selkirk - Autor der Darlington Road Kids im Interview mit der beliebten Berliner Kiezzeitung KIEZ-Wilmersdorf.

Selkirk im Interview Berlin
Der Berliner Autor historischer Kriminalromane im Interview.
KiezEdition_KW_21_03.pdf (1.22MB)
Selkirk im Interview Berlin
Der Berliner Autor historischer Kriminalromane im Interview.
KiezEdition_KW_21_03.pdf (1.22MB)












Die Hürriyet über Metin Kirimtay und sein Buch:





Hamiyet, wo bleibt mein Küsschen? / Hamiyet hani bana öpücük!!









Zum Artikel: https://www.hurriyet.com.tr/avrupa/takcisi-metin-taksi-hikayelerini-kitapta-topladi-41807800


von Murat TOSUN / BERLİN - Fotoğraflar: Mehmet DEDEOĞLU


Takcisi Metin taksi hikâyelerini kitapta topladı

EKONOMİK ve sosyal yaşantımızı olumsuz etkileyen korona krizi kimileri için yaratıcılıklarını ortaya çıkarma açısında önemli bir fırsat oldu. Berlinli taksici Metin Kırımtay da korona krizinde boş durmayıp bu dönemi değerlendirenlerden biri. 2020 yılında korona krizinin patlak vermesinden sonra işleri neredeyse durma noktasına gelen Metin Kırımtay, bu dönemi yazarak geçirdi. Kırımtay, çoğunluğu taksicilikte karşılaştığı hikâyelerden oluşan yazılarını bir kitapta topladı. ‘Hamiyet hani bana öpücük’ isimli kitabı, çocuk kitaplarının ünlü yazarı Boris Pfeiffer’in kendi yayınevinden piyasaya sürüldü.


TÜRKÇE VE ALMANCA YAZDI
Hikâyelerini kitapta toplama fikri ise Facebook’ta yaptığı paylaşımların ilgi çekmesi üzerine ortaya çıkmış. Alman yazar komşusuyla yaptığı sohbetler ise onu kitap yazma konusunda cesaretlendirmiş. Yayıncının talebi üzerine kitabı Türkçe ve Almanca olarak iki dilli yazan Kırımtay, “Ancak yayıncım, kitabın Almanca’sının editör tarafından ele alınmasını istemedi. Benim anlattığım sadelikte ve tarzda doğal olarak kalmasını istedi. Bu nedenle, kitabın Almanca bölümü, sokak dilinde konuşma tarzımız da olduğu gibi yayımlandı. Kitabı bu haliyle okuyanlar doğallığını çok beğendi” dedi. Okuduğu romanlardaki kurgu hikâyelerin aksine ilk kitabında kendi yaşadıklarını derlemek istediğini belirten Kırımtay, bundan sonra ise kurgu hikâye üzerinde bir roman denemesi yapacağını kaydetti.


LEBENDIGE STRAßENSPRACHE ...





Metin Kırıtay, ein Berliner Taxifahrer, dessen Geschäft aufgrund der Koronakrise zum Erliegen gekommen ist, nutzte die Gelegenheit und sammelte die Geschichten, die er beim Taxifahren erlebt hat, in einem Buch. (Foto: Mehmet DEDEOĞLU)




Die Koronakrise, die sich negativ auf unser wirtschaftliches und soziales Leben auswirkt, war für einige eine wichtige Gelegenheit, ihre Kreativität zu offenbaren. Der Berliner Taxifahrer Metin Kırımtay ist einer von denen, die der Corona-Krise nicht untätig gegenüberstehen wollten. Metin Kırımtay, dessen Arbeit nach dem Ausbruch der Koronakrise im Jahr 2020 nahezu zum Erliegen kam, verbrachte die Zeit schreibend. Er sammelte seine Kurzgeschichten in einem Buch, hauptsächlich sind es Geschichten die er beim Taxifahren erlebte. Sein Buch "Hamiyet, wo bleibt mein Küsschen?" wurde vom berühmten Autor von Kinderbüchern, Boris Pfeiffer, in dessen eigenem Verlag veröffentlicht.

Metin Kırımtay lebt seit 1977 in Berlin. Nach Abschluss seiner wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung begann er 1993 mit dem Taxigeschäft und konnte diesen Beruf nicht wieder verlassen. Kırımtay erklärt, er wolle interessante Geschichten schreiben, die er in seiner Kindheit und Jugend sowie im Schulleben in Deutschland erlebt habe, und erklärte, er habe zunächst keine Gelegenheit gefunden: „Aber die Koronakrise hat unser Geschäft sehr stark beeinflusst und mir zumindest eine Chance geschaffen zu schreiben. Ich fing an, die Geschichten, die ich in meiner Kindheit und Jugend erlebt habe,  in einer satirischen Sprache zu schreiben. Der Hauptteil des Buches sind die interessanten Geschichten, die ich beim Taxifahren erlebt habe. Weil Taxifahrer, genau wie die Barkeeper, die Leute eins zu eins kontaktieren und interessante menschliche Geschichten erleben. Ich habe aber auch  andere interessante Geschichten aufgeschrieben, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe."

Die Idee, seine Geschichten in dem Buch zu versammeln, entstand, nachdem seine Facebook-Beiträge Aufmerksamkeit erregt hatten. Gespräche mit seinem deutschen Schriftstellernachbarn ermutigten ihn, ein Buch zu schreiben. Kırımtay, der das Buch auf Wunsch des Herausgebers zweisprachig auf Türkisch und Deutsch schrieb, sagte: „Mein Verlag wollte nicht, dass die deutsche Version des Buches vom Herausgeber in ein zu ordentliches Schriftdeutsch übersetzt wird. Er wollte, dass die Sprache natürlich und in der Einfachheit und dem Stil bleibt, wie ich die Geschichten erzähle. Daher wurde der deutsche Teil des Buches eben so veröffentlicht, wie es unsere Art ist, in Straßensprache zu sprechen. Diejenigen, die das Buch gelesen haben, mochten seine Natürlichkeit sehr."


Zum Buch





Die Allgemeine Zeitung und die Künstlerkolonie, Berlin berichten über Anita Rehms "Entführt":




Die Journalistin Anita Rehm erzählt für die Künstlerkolonoe Berlin auf YouTube über die Entstehung ihres Tatsachenromans "Entführt" im Verlag Akademie der Abenteuer.













https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/alzey/vg-woerrstadt/armsheim/eine-wahre-geschichte-in-romanform_21151590

 





















METIN KIRIMTAY im Interview bei AVRUPADAN zu seinem zweisprachig auf kiezdeutsch und türkisch verfassten Buch: Hamiyet, wo bleibt mein Küsschen? / Hamiyet hani bana öpücük!!

https://youtu.be/GI6yjdnmIx4


Wer eine Autogrammkarte von Irene Margil und Andreas Schlüter möchte, wendet sich gerne direkt an die Autoren auf ihren Webseiten: Irene Margil & Andreas Schlüter

 











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